Ausstellungen
6 ½ Wochen – ektor garcia
Das Museum Folkwang stellt im Rahmen der Reihe 6 ½ Wochen erstmals den mexikanisch-amerikanischen Künstler ektor garcia (*1985 in Red Bluff, Kalifornien) in Deutschland aus. Viele der präsentierten Werke, die zum Teil erst vor Ort entstanden, greifen traditionelle, zumeist mexikanische Handarbeitstechniken auf. garcia untersucht, wie Objekte, Materialien und Techniken sowohl kulturelle Praktiken, als auch geschlechtsspezifische und gesellschaftliche Rollenbilder beeinflussen.
Eine grün angelaufene Kupferplatte säumt ektor garcia mit einer Spitzenborte, eine abstrahierte männliche Figur aus dunklem Eisen verziert er mit feinem Kupferdraht, eine verschlungene grünliche Form platziert er auf einer Häkeldecke. Es entstehen spürbare Widersprüche und Kontraste. garcia formt in einem unaufhörlichen Prozess Leder, Keramik, Garne und Kupfer und erläutert, er unterwerfe sich einerseits den Materialien und versuche zugleich sie zu dominieren. Seine persönlichen und universellen Welten entstehen buchstäblich in Handarbeit. Eindrücke der häuslichen Intimität, zuweilen auch der Naivität und des Kitschs vermischen sich bei garcia mit Verweisen auf Sexualität und die queere Lack und Leder-Szene.
So verknüpft garcia Versatzstücke und Fragmente zu einem Kosmos voller Anspielungen. Seine Installationen sind dabei immer Momentaufnahmen seines stetig fortlaufenden Werks.
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